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    Sie befinden sich hier: » Leistungen » Betreutes Wohnen / Mutter & Kind Dienstag, 23. Dezember 2014    
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Ev. Jugend- und Familienhilfe gGmbH
Sebastianusstr. 1
41564 Kaarst
Tel: 02131/92 58-0
Fax: 02131/92 58-38

Ev. Jugend- und Familienhilfe Essen gGmbH
Imhoffweg 42
45309 Essen
Tel: 0201/83 925-68
Fax: 0201/83 925-69

Ev. Verein für Jugend- und Familienhilfe e.V.
Sebastianusstr. 1
41564 Kaarst
Tel: 02131/92 58-0
Fax: 02131/92 58-38

Kooperationspartner:
• Sprungbrett e.V.
• Integra e.V.
• Diakoniewerk Neuss-Süd e.V.
• VHS Kaarst-Korschenbroich


Das Intensiv Betreute Wohnen ist eine Form der differenzierten, dezentralen Heimerziehung der Ev. Jugend- und Familienhilfe gGmbH. Mit einer hohen Betreuungsdichte (die Betreuungsintensität beträgt 1:1,92) bietet es Jugendlichen und jungen Erwachsenen die Möglichkeit, neue Verhaltensweisen in einem sicheren Rahmen zu erproben, eine schrittweise Selbständigkeit zu erlangen, sowie Perspektiven und Orientierung im Lebensalltag zu finden. Ziel aller pädagogischen Intervention ist es, den jungen Menschen zu befähigen, ein eigenständiges und verantwortungsbewusstes Leben in einer eigenen Wohnung führen zu können. Ausgehend von den vorhandenen Sozialisationsdefiziten wird die Entwicklung zu mehr Selbstbestimmung und Kritikfähigkeit durch erlebte Beziehung und pädagogische Intervention angestrebt. Konzept ist die Einbeziehung aller am Erziehungsprozess beteiligten Stellen, die Zusammenarbeit mit Eltern und Jugendämtern zur regelmäßigen Reflexion und Fortschreibung des vor der Aufnahme beschriebenen Hilfeplanes, bis hin zur endgültigen Verselbständigung.



Die Betreuungsdichte ermöglicht die Aufnahme von Jugendlichen und jungen Erwachsenen, deren ganzheitliche Problematik nicht oder nur unzureichend bekannt ist oder deren Problematik eine hohe Betreuungsdichte zwingend notwendig macht. Akut Suchtgefährdete und stark Suizidgefährdete werden nicht aufgenommen. Aufnahmevoraussetzung ist nicht die Erreichung eines Selbständigkeitsgrades oder die Beherrschung bestimmter lebenspraktischer Techniken, sondern einzig die eindeutige Bereitschaft des mindestens 16-jährigen Jugendlichen, aktiv an seiner Verselbständigung zu arbeiten.



Das Intensiv Betreute Wohnen ermöglicht die kurzfristige Aufnahme in komplett eingerichtete Trainingswohnungen (Trainingsappartements). Im Zusammenhang mit den Trainingswohnungen haben die betreuenden PädagogInnen ein Büro, so dass zusätzlich zu den individuell abgesprochenen Betreuungszeiten eine hohe Anwesenheitszeit (Kontrollmöglichkeit, "Sichtdichte") der BetreuerInnen gegeben ist. Darüber hinaus besteht eine Rufbereitschaft, die es den zu Betreuenden ermöglicht, in Krisensituationen jederzeit jemanden erreichen zu können.



In einer intensiven Trainingsphase erlernt der / die Jugendliche nach und nach alle lebenspraktischen Fertigkeiten. Orientiert an der Lebensgeschichte der jungen Menschen wird neben der Aufarbeitung der individuellen Problematik angestrebt, ihnen entsprechend ihrer persönlichen und intellektuellen Fähigkeiten, eine angemessene Schul- und Berufsausbildung zu ermöglichen.



Wenn die Stabilisierung in der Trainingswohnung und das Erlernen wesentlicher Voraussetzungen für eine eigenständige Lebensführung abgeschlossen ist, wird zusammen mit dem Jugendlichen eine Wohnung gesucht, angemietet und eingerichtet. Nach einer Integrationsphase (maximal drei Monate) in dieser eigenen Wohnung wird die Hilfe auf "Flexible Erziehungshilfe" umgestellt und der junge Mensch mit sugsessiv sinkender wöchentlicher Betreuungsintensität solange betreut, bis der Verselbständigungsprozess abgeschlossen ist.



Ergänzend zum Angebot des Intensiv Betreuten Wohnens bietet die Ev. Jugend- und Familienhilfe gGmbH Trainingsplätze für Mutter und Kind. Aufgenommen werden Schwangere oder (junge) Mütter mit ihrem Kind (Kindern).

Zusätzlich zu den oben beschriebenen Lernschritten des Intensiv Betreuten Wohnens wird die Mutter bei allen Fragestellungen rund um das Kind unterstützt. Dies beinhaltet eine Rufbereitschaft vor der Entbindung, Sicherung - bei Wunsch Begleitung der Entbindung, Säuglingspflege, Ernährung, Gesundheitsvorsorge und alle Notwendigkeiten, die für eine gute Versorgung des Kindes wichtig sind.

Turnusgemäß angeboten werden Babymassagekurse und eine Mutter-Kind-Freizeit. Darüber hinaus gibt es vielfältige Entlastungsmöglichkeiten, die es den jungen Frauen erlauben neben ihrer Mutterrolle auch ihren Wünschen nach jugendlichem Freiraum gerecht zu werden.

Die Mutter wird sowohl von einer Pädagogin als auch von einer Kinderkrankenschwester unterstützt. Sie hat die Möglichkeit ihre Schul- und Berufsausbildung weiter zu führen, da die Versorgung des Kindes während ihrer Abwesenheit durch unterschiedliche Angebote sichergestellt werden kann.



Die Hilfestellung des Intensiv Betreuten Wohnens für Mutter und Kind kann in einzelnen Trainingswohnungen auch für Vater und Kind angeboten werden.



Nachgehend zur Betreuung im Regelangebot wird in wenigen Einzelplätzen eine weitere Betreuung im Rahmen des Verselbständigungsangebots Sozialpädagogisch Betreutes Wohnen angeboten. (Beispielsweise im Haus der Mädchenwohngemeinschaft in Essen zwei Plätze für Mädchen mit einem Betreuungsschlüssel von 1:2,67).
Stand Januar 2006
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